Was siehst Du…?

…wenn Du Deine Organisation, Dein Team, Dein Business oder vielleicht auch Deine Familie betrachtest?

…wenn Du es malen müsstest, wie würde das Bild aussehen?

 

Warum ich das frage? Erzähl ich Dir gleich.

 

Nimm Dir jetzt erstmal ein Blatt Papier und einen Stift und probiere es aus. Ohne lange darüber nachzudenken. Einfach mal machen.

 

Was ist das Ergebnis?

Was siehst Du?

Hast Du spontan einen Impuls, Dein Bild noch einmal zu verändern?

Ja? Was genau möchtest Du verändern?

 

Was Du gerade ausprobiert hast, ist eine meiner Lieblingsmethoden.

Ich nutze die Methode unglaublich gern im Coaching und in Teamentwicklungen. Bilder von Organisationen heißt sie.

 

Du kennst das vielleicht: Irgendwas läuft in Deiner Abteilung oder Familie nicht so, wie ihr es euch wünscht. Aber so richtig benennen könnt ihr auch nicht, was genau da schief läuft. Es ist so ein nicht fassbares Gefühl. Eine Stimmung. Worte dafür habt ihr nicht. Wenn ihr versucht darüber zu reden, driftet ihr schnell in Vorwürfe und Streit ab und gegenseitiges Unverständnis, da jede und jeder eine ganz eigene Sicht auf die Dinge hat. Stimmt’s?

 

Die Methode der Bilder von Organisationen kann hier richtig gut helfen. 

Mit Organisationen meine ich keine Großkonzerne, sondern Systeme. Denn wir leben in Systemen. Du und Deine Familie seid ein System. Du und Deine Abteilung seid ein System. Du und die Vereinsmitglieder seid ein System. Ich könnte noch ewig weiter machen. Und Systeme bilden Organisationen. Ich will Dich hier jetzt aber nicht mit Theorien zu Organisationen und Systemen langweilen und komme zum Punkt.

 

Die Methode kann euch helfen, eine gemeine Sprache zu finden. Über die Bilder kannst Du ausdrücken, was Du fühlst, wie Du Situationen siehst und welche Änderungen Du Dir wünschst. Und wenn ihr das alle gemeinsam macht, also jede und jeder ein Bild malt, könnt ihr vergleichen und gemeinsam die Fragen beantworten, die oben stehen.

 

Spannend, oder?

Ihr bekommst so ein gemeinsames Verständnis und Ideen, was ihr jetzt ganz konkret machen könnt, um die Situation besser zu machen. Das Bild eurer Organisation ist jetzt ein gemeinsames und bietet Handlungsmöglichkeiten.

 

Welche seht ihr?

Was könnten erste konkrete Schritte sein?

 

Wusstest Du, dass es Archetypen der Bilder von Organisationen gibt?

Als Archetypen bezeichnet man in der Analytischen Psychologie die dem kollektiven Unbewussten zugehörig vermuteten Grundstrukturen menschlicher Vorstellungs- und Handlungsmuster. Eine Art Schubladendenken der Menschheit. Man geht davon aus, dass Menschen ein Grundverständnis von Systemen und Organisationen haben und sich dadurch die verschiedenen Typen zusammenfassen lassen:

 

  • Politisches System – hier geht es um Interessen, Machtfragen und Konflikte
  • Psychisches Gefängnis – Hier geht es um Gedanken, Vorstellung, Vorurteile. Viele von dem, was gesehen wird, setzt dem Individuum Grenzen.
  • Maschine – die Organisation wird als ineinandergreifende Teile dargestellt
  • Gehirn – die Organisation wird als offenes, lernendes System dargestellt. Sie ist anpassungsfähig und hat Strategien
  • Kultur – die Organisation wird als Kultur mit Werten, Norman und Ritualen dargestellt.
  • Fluss und Wandel – Hier geht es um ein ständiges Entstehen und Vergehen sowie Veränderungen. Ein Fließen.

 

Wo würdest Du Dein Bild einordnen?

 

Mehr darüber kannst Du übrigens bei Ruth Seliger „Das Dschungelbuch der Führung“ und Gareth Morgan „Bilder von Organisationen“ nachlesen.

 

 

Erst neulich habe ich die Methode „Bilder von Organisationen“ in einem Teamprozess angewandt. Die einzelnen Teammitglieder haben sich ganz offen und ehrlich ihre Bilder präsentiert. Sie berichteten, dass direkt nach dem Zeichnen erste Veränderungen passierten, so dass sie sich die Zeit nahmen, auch diese in neuen Bildern einzuarbeiten. Da waren wir dann schon direkt im Prozess und konnte leicht über Ideen, Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit sprechen.

 

Denn das tun Bilder und Modelle: Sie helfen, eine gemeinsame Sprache zu finden und auszudrücken, wo der Schuh drückt, und was die nächsten Schritte sind.

 

Du kannst die Methode auch gut zur Selbstreflexion nutzen.

 

Du hast Fragen zur Methode oder wünschst Dir Unterstützung in Deinem eigenen Prozess? Dann lass uns auf einen virtuellen Kaffee treffen und schauen, ob und wie ich Dich unterstützen kann. Bestimmt kann ich einiges für Dich tun. Hast Du Lust? Reserviere Dir am besten jetzt einen Termin unten in meinem Kalender.

 

Ganz liebe Grüße

Deine Anne