Raus aus dem Hamsterrad!

Dieser Blogbeitrag ist für alle Hamsterradler!

Wenn Du also pausenlos Deine Aufgaben bewältigst, allen Erwartungen gerecht werden möchtest und im Hamsterrad der Unzufriedenheit festhängst, dann ist dieser Artikel genau für Dich!

Ich kenne Deine Situation selbst auch sehr gut.

ICH.MUSS.WEITER.FUNKTIONIEREN!

Sonst…!

Das war mein Credo.

Ich war viele Jahre Führungskraft. Unter anderem Geschäftsleiterin eines kleines Amtsgerichts in Niedersachsen. Ich liebte die Arbeit dort, denn es ermöglichte mir eine bunte Mischung vieler verschiedener Tätigkeiten. Ich arbeitete sowohl für die Bürger*innen und deren Anliegen als auch für die Verwaltung. Da es sich um ein kleines Gericht handelte, war auch die Verwaltung entsprechend klein. Als Leitung kümmerst Du Dich vom Kugelschreiberkauf bis zum Mitarbeiteranliegen um alles, was anfällt.

Lange Zeit dachte ich, dass ich genau diese bunte Mischung brauche und mich um alles kümmern muss. Für die anderen. Ich selbst bin dabei nicht wichtig. Mit der Zeit wurde ich immer schneller im Denken und Erfassen von Problemen. Leider aber auch immer ungeduldiger. Nicht nur mit meinen Kolleg*innen, sondern auch mit mir selbst. Ich geriet so richtig ins Hamsterrad und arbeitete und arbeitete.

Bis es irgendwann nicht mehr gelang. Mein Körper rebellierte. Ich bekam eine Magenschleimhautentzündung.

Und plötzlich stand ich still.

Nix mehr mit Hamsterrad und „ich muss doch für die anderen weiter funktionieren“.

Ich war hamsterradunfähig.

Licht aus.

4 Wochen war das so.

Erst dann konnte ich ganz langsam wieder los und mich meinen Aufgaben widmen.

Die Zwangspause war leider notwendig. Ich habe viel daraus gelernt.

 

Ich frage Dich also heute:

Was hält Dich davon ab, Pausen zu machen und für Dich zu sorgen?

Machst Du regelmäßig Pausen und achtest auf Dich?

Nein?

 

Lust auf eine kleine persönliche Challenge?

Werde täglich für 5 Minuten zu einem Faultier!

Nimm Dir jeden Tag fünf Minuten nur für DICH - 5 Minuten Pause vom Hamsterrad!

Das sind die Regeln:

  1. Mind. 7 Tage nimmst Du Dir täglich 5 Min Ruhe und machst: NICHTS!
  2. Genieße den Moment, er gehört Dir.

Klingt gut? Dann mach mit!

Wer soll auch mitmachen? – Hol Dir Unterstützung von jemandem, von dem Du glaubst, dass er auch 5 Minuten Ruhepause gebrauchen kann. Zusammen geht es leichter.

Und nun widmen wir uns einem neuen Credo: Raus aus dem Hamsterrad!

Wie Du vielleicht weißt, habe ich zwei Jobs: Ich bin in Vollzeit als Sachbearbeiterin und nebenberuflich als Coach unterwegs. Und dazu habe ich im Dezember 2020 mit meiner Coaching-Kollegin Sina Scheithauer ein kleines Frauennetzwerk, die Philosophische-Vielfalterei gegründet. Besonders mein Sidebusiness und unser Netzwerk entwickeln sich gerade enorm und ich LIEBE beides!

Aber wie bekomme ich alles unter einen Hut, ohne in meinem Hamsterrad in einen Sprint zu verfallen und es überhaupt nur bei Lust und Laune zu nutzen? Und mich damit ganz bewusst für eine bestimmte Gangart zu entscheiden?

Jetzt wirst Du sagen: „Aber Anne, als Coach für gestresste Angestellte wirst Du doch wissen, was zu tun ist!“ Ja, klar. Und trotzdem muss auch ich schauen, dass ich alle meine Lebensbereiche in Balance halte.

Ich höre in letzter Zeit gerade in den Coaching-Sitzungen immer häufiger die Frage: „Wie schaffe ich es, alles unter einen Hut zu bringen und trotzdem MeTime und Zeit für meinen Partner oder für meine Familie oder mein Hobby zu haben?“

Kommt Dir auch bekannt vor?

Vielen geht es so, dass sie so schnell im Hamsterrad rennen, dass sie oft nur der eigene Körper stoppt. So wie mich seinerzeit. Workaholic-Turbo-Hamsterrad-Modus.

Hier sind ein paar Tipps:

Mach regelmäßig Pausen und nutze dafür gern die Challenge.

Führe eine monatliche Inventur Deiner Aufgaben durch, priorisiere sie radikal und schau mal, was Du davon tatsächlich machen musst und was Du vielleicht nur glaubst, machen zu müssen. Vielleicht hörst Du Aufträge, wo keine sind? Das kommt tatsächlich auch hin und wieder vor. Friedemann Schulz von Thun, ein deutscher Psychologe und Kommunikationswissenschaftler, hat es diese Phänomen das Apell-Ohr genannt. Es ist eine der vier Seiten einer Nachricht. Ich gebe Dir ein Beispiel: Ein Kollege bemerkt, dass das Kopierpapier am Kopierer alle ist. Du hörst: „Hole bitte Kopierpapier“, auch wenn Du gar nicht zuständig bist. Kennst Du? Dann versuch mal mit dem Sach-Ohr zu hören und es als reine Information und nicht als unausgesprochenen Arbeitsauftrag zu sehen. Das Leben wird deutlich entspannter. Das kannst Du mir glauben.

Hinterfrage regelmäßig Deine Werte und nutze sie als Entscheidungshilfe. Wenn Du zum Beispiel Harmonie als wichtigen Wert besitzt und dadurch möglich immer Konflikte vermeidest und nicht für Deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche eintrittst, ist das zwar grundsätzlich ein guter Wert, er ist jedoch hinderlich, wenn Du aus dem Hamsterrad entkommen möchtest.

Du kennst Deine Werte nicht oder bist Dir nicht sicher? Dann hol Dir gern hier mein Freebie.

Mach Dir bewusst, dass Du es nicht allen rechtmachen kannst. Ein „Ja, mache ich“ zu jemandem oder eine Sache, kann auch oft ein „Nein, jetzt nicht“ zu Deinen Bedürfnissen bedeuten. Übe in kleinen Schritten, Dich besser oder überhaupt abzugrenzen. Sieh doch mal Deine Grenzen als eine Hecke.

  • Hast Du eine Hecke?
  • Wo verläuft Deine Hecke?
  • In einem sehr weiten Bogen um Dich herum, so dass praktisch die halbe Welt in Deinen Einzugs- und Zuständigkeitsbereich fällt?
  • Wie sieht Deine Hecke aus?
  • Ganz hoch und gut beschnitten, weil Du Dir Deiner Grenzen sehr bewusst bist und sie pflegst? Oder unglaublich breit und durchlässig?
  • Was kannst Du ganz konkret tun, um Deine Hecke nach Deinen Vorstellungen zu gestalten?

Behalte den Fokus. Prüf Dich mal selbst: Lässt Du Dich leicht ablenken? Wenn ja, wovon? Was kannst Du verändern, um Dich besser zu fokussieren?

Durch einen guten Fokus auf Deine Aufgabe wird es Dir möglich, eins nach dem anderen zu machen. Du kannst nun wiederum die Punkte auf Deiner To-Do-Liste abhaken und hast deutlich mehr Erfolgserlebnisse, als wenn Du alles und nichts machst. 

Wer oder was sind Deine Energieräuber? Also was kostet Dich mehr Energie, als Du geben kannst? Gibt es Wege, die Energieräuber zu begrenzen oder ganz aus Deinem Leben zu streichen und stattdessen den Energieschenkern mehr Raum einräumen?

Das führt mich zu meinem nächsten Punkt:

Hast Du heute schon jemanden umarmt?

Warum sind Umarmungen für Dein persönliches Wachsen so wichtig?

Warum sind Umarmungen so gesund?  

Forscher fanden heraus: Schon Berührungen können entstressen.

Der Grund dafür ist, dass die Haut durchsetzt von abertausenden Sinneszellen ist, die bereits auf kleinste Berührungsreize ansprechen. Untersuchungen des Touch Research Instituts der Universität Miami zeigten, dass zum Beispiel das Auflegen der Hand die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol senkt und die Ausschüttung des Entspannungshormons Prolaktin erhöht.

Und: Der sanfte Druck auf das Brustbein und die dabei entstehende emotionale Aufladung stimulieren die Thymusdrüse – sie reguliert die Produktion weißer Blutzellen, die uns gesund halten und unser Immunsystem stärken.

Dazu fördern Umarmungen die Produktion von Oxytocin – das Kuschelhormon.

Es sorgt für Zufriedenheit, baut Angst und Stress ab.

In diesem sehr guten Zustand der Entspannung und Zufriedenheit hast Du alle Möglichkeiten, zu wachsen. Neue Dinge werden Dir gut gelingen. Glaubst Du nicht?

Dann hol Dir Deine tägliche Portion Umarmungen und beobachte, was passiert.

Notiere Deine Beobachtungen in Dein Journal, dann kannst Du Deine Entwicklung besser nachvollziehen.

Wenn Du heute also noch niemanden umarmt hast, dann wird es jetzt Zeit. Es reichen schon ein paar Sekunden am Tag, um Dein Wohlbefinden nachhaltig zu stärken.

 

Happy Hugs!

Deine Anne

 

Ps. Für alle, die aus dem Hamsterrad der Unzufriedenheit raus möchten und den Weg allein nicht schaffen: Ich habe momentan für März und April 2021 noch wenige Coaching-Plätze frei. Sprich mich gern an, schreib mir oder buch Dir hier direkt Dein Kennlern-Gespräch.